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Schwingungsbilder - Kunstfotografie

Von Knicklichtern und Kamerapendeln

Wir Fotografen werden häufig als Lichtgestalter oder als Lichtmaler bezeichnet. Letzteres können wir sogar wörtlich umsetzen, indem wir eine längere Belichtungszeit an der Kamera wählen und beispielsweise eine Taschenlampe im Bild bewegen. Das erzeugt einen Lichtstreifen im Bild – sozusagen der Pinselstrich. Überhaupt ist für uns Fotografen das wichtigste Bildgestaltungselement das Licht. Mit dem Licht arbeiten wir Konturen und Kontraste heraus, wir verbergen Falten und Unebenheiten, wir erzeugen Stimmung und Emotion. All dies passiert durch die richtige Platzierung des Lichtes in passender Beleuchtungsstärke. Doch was passiert, wenn man einen Teil davon dem Zufall überlässt?


Diese Frage stellt sich Florian. Für sein Kunstprojekt hängt er die Kamera an ein drei Meter langes Seil. Auf dem Boden werden Knicklichter verteilt. Florian lässt die Kamera mit unterschiedlichen Belichtungszeiten in verschiedenen Bewegungen über die Knicklichter schwingen. Das Ergebnis sind faszinierend bunte Bilder, vom Licht gemalt. Ob ein perfekt runder Kreis oder totales Wirrwarr – jede Schwingung erzeugt eine eigene Stimmung. Für gute Stimmung sorgen diese Bilder übriges auch an der Wohnzimmerwand oder an jeder anderen Wand Ihrer Wahl!

Kunstfotografie - der Tunnel

Archespuren - Architekturfotografie in Südwesteuropa

Frigesch's Architekturreise durch Südwesteuropa

Einmal quer durch halb Europa – auf seiner Sommerreise hat Frigesch jede menge Kunst am Bau und im Bau gefunden. Im Bau, weil viele dieser faszinierenden Gebäude Kunstmuseen sind. Am Bau, weil sich namhafte Architekten an den Bauwerken austoben konnten. Bekanntes und beeindruckendes Beispiel: Das Guggenheim Museum für moderne Kunst in Bilbao, Spanien. Interessantes Detail: Die Außenhülle besteht aus Titanblech. Nach den Kosten fragt man da besser nicht! Für die Architekturfotografie haben all diese modernen Gebäude natürlich einiges zu bieten!

Das Musée des Confluences in Lyon, Frankreich, wirkt optisch fast ein bisschen wie ein Raumschiff. Auch hier ist das Gebäude für die Architekturfotografie selbst nicht weniger interessant, als die Ausstellungen in seinem Inneren. Gezeigt wird globales Wissen mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften. Entworfen wurde das Museum übrigens von den österreichischen Architekten Coop Himmelblau.

Innenarchitektur - Wer hat all die Flaschen ausgetrunken?

Eine Decke aus tausenden Weinflaschen, ein Weinkeller für über 14000 Weinflaschen, über 500 Weine aus aller Welt – das Weinmuseum La Cité du Vin in Bordeaux, Frankreich, zeigt alles rund um’s Thema Wein. Für die Architekturfotografie ist auch dieses Gebäude interessant: Die moderne, runde Formgebung erinnert fast ein bisschen an eine Weinkaraffe. Einen tollen Kontrast dazu bietet die alte Hafenanlage nebenan.

Die iranische Architektin Zaha Haddid durfte sich im Hafen von Antwerpen, Belgien, austoben. Auf das historische Gebäude der Hafengesellschaft Antwerpen setzte sie kurzerhand einen Gebäudekomplex in der Form eines Schiffes oben drauf. Der Grund: Das Historische Gebäude ist denkmalgeschützt und darf in sich nicht verändert werden. Auch sonst hat der Hafen von Antwerpen einiges für die Architekturfotografie zu bieten. Besonders faszinierend ist auch hier der Kontrast zwischen moderner Architektur und der alten, größtenteils stillgelegten Hafeninfrastruktur.